und wieder- wieder da(Rätikon)

Wie jedes Jahr waren wir auch diesmal in den Alpen. Wir waren uns lange nicht sicher, wo unsere Tour entlang gehen sollte. Weil mein Opa extreme Knieprobleme hat, sollte es möglichst nicht bergab gehen. Naja, also in den Alpen ist das etwas schwierig, hat also auch nicht so ganz geklappt.
Wir sind also Donnerstag(eigentlich wollten wir Mittwoch los, hatten aber gehofft, dass das Wetter besser würde) nach Tschagguns gefahren um von dort mit der Golmer Bahn hoch zu fahren und zur Lindauer Hütte(warmes Wasser!) zu wandern(ca. 2h glaube ich). Das Wetter war bescheidenst: Regen und Nebel.
Am nächsten Tag wollten wir bis zur Tillisunahütte (3 1/2h), das Wetter war super, man hat ziemlich weit gesehen. Wir waren aber so früh(12) auf der Hütte, dass wir beschlossen, zur Carschinahütte(Plumpsklo) weiterzulaufen, es hieß, das wären 1 3/4 h, nix wars. Wir haben 3 Stunden gebraucht. Dass die Schweizer Angaben immer etwas komisch sind haben wir ja auch früher schon erfahren. In Österreich hatten wir die Zeiten ja meistens auch unterboten.
Am Tag darauf wanderten wir über das Schweizer Tor zur Douglashütte(mit Dusche!!) am Lünersee, eigentlich wollten wir direkt zur Totalphütte, entschieden uns dann doch dagegen, da meine Großeltern sonst am nächsten Tag während wir auf die Schesaplana hinauf wollten garnicht zum Wandern gekommen wären.
Für den vorletzten Tag war das Wetter als nicht sehr beständig vorhergesagt, Regen und Sonne sollten sich abwechseln, zeitweise seien auch Gewitter möglich. Trotzdem nahmen wir uns vor die Schesaplana zu besteigen. Auf der Totalphütte ließen wir unser Gepäck und meine kleinste Schwester, sowie meine Großeltern zurück, um nur mit warmer/wasserdichter Kleidung und Proviant den Weg zu beginnen. Je weiter wir hoch stiegen, desto unbeständiger wirkte das Wetter, von allen Seiten zogen sehr dunkle Wolken auf. Oben auf 2965 m zogen die Wolken dann weg und wir genossen den unglaublichen Blick auf den Gletscher mit der Mannheimer Hütte und die Täler in der Schweiz und Österreich(Wir waren ja letztes Jahr schon einmal oben gewesen, hatten damals aber noch weniger Glück mit dem Wetter gehabt). Zurück ging es dann über den Südwandsteig, der ohne Nebel, Schnee und Eis(letztes Jahr) einen beängstigenden Blick in die Tiefen zuließ. Insgesamt brauchten wir für diese Tour(ab Totalphütte) dann unter 3 Stunden, trotz einiger ausgedehnter Pausen. Der Regen(und ein bisschen Schnee) kam dann glücklicherweise erst als wir wieder auf der Hütte waren.
Am letzten Tag ging’s dann einfach zur Lünerseebahn und wieder nach Hause. Wobei das Wetter uns den Abschied überhaupt nicht schwer machte.
Die Tour hat mir, wie immer wahnsinnig Spaß gemacht. Wandern kann ich einfach
;-) Besonders, dass wir noch auf die Schesaplana hoch sind hat mir gefallen. Vielleicht gehe ich nächstes Jahr wieder in dieses Gebiet, dann aber zum Klettern